Information Security Society Switzerland (ISSS)
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Willkommensgruss

Gerne lade ich Sie am 8. Juni 2016 ins Hotel Widder ein zur diesjährigen ISSS Zürcher Tagung zum Thema «Sichere elektronische Archivierung? Pflichten – Risiken – Anwendungen – Erfahrungen - Perspektiven».

 

Die sichere und rechtskonforme elektronische Archivierung wird punktuell schon länger intensiv diskutiert, aber erst wenige Unternehmen und Behörden scheinen die Herausforderungen zu Ihrer vollen Zufriedenheit gelöst zu haben. Integrität und Verfügbarkeit (Auffindbarkeit und Wiederlesbarkeit) sind auch hier zentrale Themen. Und Rechtsvorschriften gibt es unzählige, deren Umsetzung teilweise schwierig ist.

 

An der diesjährigen ISSS Zürcher Tagung werden ausgewiesene Experten die heutigen und zukünftigen Herausforderungen der sicheren elektronischen Archivierung aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. So werden wichtige Themen wie die Problematik der Analyse grosser Mengen unstrukturierter Archivdaten, die Wiederaufbereitung bzw. Lesbarkeit, die Garantie der Integrität und neue Technologien wie die Blockchain-Technologie als Ansatz für das Records Management, aufgegriffen.

 

Wir erwarten über 100 Teilnehmende, um die Erfahrungen betreffend Pflichten, Risiken, Anwendungen und Perspektiven einer sicheren elektronischen Archivierung auszutauschen und zu diskutieren.

 

Ich freue mich, Sie in Zürich persönlich zu treffen.

Dr. Ursula Widmer, Rechtsanwältin, Past President ISSS, ursula.widmer(at)widmer.ch


Einführung

Liebe Tagungsinteressierte, das Thema sichere elektronische Archivierung ist omnipräsent – Alle reden darüber, doch wenige verstehen, was es für uns und unsere Unternehmen bedeutet, noch weniger können die Betroffenen die Anforderungen vollumfänglich erfüllen. Wenn Sie sich für diese Tagung interessieren, gehören Sie sicher zur Gruppe derjenigen, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen. Gemäss Wikipedia ist Archivierung (Langzeitarchivierung, LZA) "die Erfassung, die langfristige Aufbewahrung und die Erhaltung der dauerhaften Verfügbarkeit von Informationen. Vor allem bei der Langzeitarchivierung digital vorliegender Informationen (digital preservation) stellen sich neue Probleme. „Langzeit“ bedeutet für die Bestandserhaltung digitaler Ressourcen nicht die Abgabe einer Garantieerklärung über fünf oder fünfzig Jahre, sondern die verantwortliche Entwicklung von Strategien, die den beständigen, vom Informationsmarkt verursachten Wandel bewältigen können." An unserer Tagung greifen wir genau dies auf und werden mit ausgewiesenen Fachexperten die gesetzlichen Archivierungsanforderungen, die Bedürfnisse der Unternehmen und konkrete Anwendungsbeispiele diskutieren. Ich würde mich freuen, diese Diskussion gemeinsam mit Ihnen an unserer ISSS Zürcher Tagung am 8. Juni 2016 führen können.

Frank Heinzmann, IT Risk UBS AG, Vorstand ISSS, frank.heinzmann(at)isss.ch


Kurzbeschreibung der Tagung

Rahmenbedingungen und Probleme für die Archivierung von Daten

Der er grösste Teil der bei Unternehmen und Verwaltungsstellen vorhandenen Daten ist Bestandteil von ”Ablagen“ oder ”Archiven“.

 

Für die mit der Wahrung der Sicherheit von Informationen betrauten Stellen ist darauf hinzuweisen, dass die grundlegenden Anforderungen für die Gewährleistung der Sicherheit gespeicherter Informationen in der Gesetzgebung über den Datenschutz (Art. 7 DSG; Art. 8-10 VDSG) sowie in den handelsrechtlichen Aufbewahrungspflichten (Art. 957 Abs. 4 alt OR; heute Art. 958f Abs. 3 und 4 OR, in Kraft seit dem 1. Januar 2015) zusammen mit der Geschäftsbücherverordnung (”GeBüV“) zu finden sind.

 

In der Schweiz umfasst Datenschutz auch Angaben über juristische Personen sowie konventionell, auf Papier erstellte Unterlagen (Art. 3 Bst. b. DSG). Datenarchivierung gilt als Bearbeitungshandlung (Art. 3 Bst. e. DSG). Somit sind archivierte Unterlagen aufgrund der Datensicherungsflicht von Art. 7 DSG ”durch organisatorische und technische Massnahmen vor unbefugter oder zufälliger Vernichtung; zufälligem Verlust, technischen Fehlern, Fälschung, Diebstahl oder widerrechtlicher Verwendung sowie vor unbefugtem Ändern, Kopieren, Zugreifen oder anderen unbefugte Bearbeitungen zu schützen“ (Art. 8 Abs. 1 VDSG; ähnlich Art. 7 des europäischen Datenschutz-Übereinkommens, Art. 30 EU DS-GVo, Fassung vom 28.01.2016).

 

Für Unternehmen stellt die Geschäftsbücherverordnung in Art. 3 GeBüV dem Titel ”Integrität (Echtheit und Unverfälschbarkeit)“ die zentrale Forderung auf, dass ”archivierte Daten so geführt und aufbewahrt werden, dass sie nicht geändert werden können, ohne dass sich dies feststellen lässt”. Zu diesem Zweck sind archivierte Unterlagen "sorgfältig, geordnet und vor schädlichen Einwirkungen geschützt aufzubewahren” (Art. 5 GeBüV). Diese Pflicht gilt entsprechend für die Archivierung von Unterlagen in vielen anderen Bereichen des privaten und öffentlichen Rechts.

 

Strengere Anforderungen an den Nachweis des Ursprungs, der Integrität und der Nichtabstreitbarkeit des Versands elektronisch übermittelter oder aufbewahrter Daten werden für die der Erhebung der Mehrwertsteuer (MWST) dienenden Dokumente aufgestellt (Art. 70 MWST; Art. 122 MWST und die Verordnung über elektronische Daten und Informationen (”ElDI-V“). Insbesondere müssen die zur MSWST-Abrechnung vorgelegten Daten ”durch eine elektronische Signatur abgesichert” sein und es muss sichergestellt sein, dass alle zu verarbeitenden Daten, die für die Steuererhebung relevant sein können, ”nicht unbemerkt unterdrückt oder verändert werden” können (Art.4 Abs. 1 ElDI-V).

 

Heute umfasst die handelsrechtliche Aufbewahrungspflicht zwar nicht mehr die Gesamtheit der ”Geschäftskorrespondenz“ (Art. 957 Abs. 2 altOR), also nicht mehr den vollständigen E-Mail Verkehr, den sondern nur noch die ”Buchungsbelege“ im Sinne von Art. 957a Abs. 3 OR. Damit sind ”Aufzeichnungen in schriftlicher, elektronischer oder vergleichbarer Form gemeint, die notwendig sind, um den einer Buchung zugrunde liegenden Geschäftsvorfall oder Sachverhalt nachvollziehen zu können”.

 

Andererseits kommt heute den maschinell lesbaren Dokumenten eine immer wichtigere Bedeutung als Beweismittel in Zivil-, Straf- und Verwaltungsverfahren zu, aber auch für den Nachweis der Einhaltung der regulatorischen Vorgaben bei der Abwicklung von Geschäftsvorfällen, d.h. der ”Compliance“.

 

Denn als Gegenstand für den Urkundenbeweis in Zivil- und Verwaltungsverfahren nach Art. 168 Abs. 1 b. ZPO, Art. 12 Bst. a. und 19 VwVG iVm Art. 50-51 BZP gelten auch ”elektronische Dateien und dergleichen“ (Art. 177 ZPO). ”Aufzeichnungen auf einem Bild- oder Datenträger stehen der Schriftform gleich wenn sie bestimmt oder geeignet sind, eine Tatsache rechtliche Bedeutung zu beweisen“ (Art. 110 Abs. 4 StGB). Die Partei, welche eine Urkunde in maschinell lesbarer Form vorlegt, muss im Falle der Bestreitung der in der Lage sein, die Echtheit zu beweisen (Art. 178 ZPO und Art. 54 BZP), d.h. ihre Integrität nach Art. 3 GeBüV. Das Abhandenkommen von Beweisunterlagen oder die Unmöglichkeit des Nachweises ihrer Echtheit begründet das sog. ”Beweisverlustrisiko“ (Art. 8 ZGB).

 

Auch im Strafverfahren sind Urkunden ein wichtiges Beweismittel (Art. 192 Abs. 3 StPO). Vor allem bei Wirtschaftsdelikten spielt die ”Beschlagnahme und Durchsuchung von Datenträgern und Anlagen zur Verarbeitung und Speicherung von Informationen” eine massgebliche Rolle (Art. 246 und 263 ff StPO).

 

Ergänzend ist daran zu erinnern, dass das Schutzdispositiv des Strafrechts gegen Datenspionage nur greift, wenn die Daten und Verarbeitungssysteme gegen Zugriffe Unbefugter besonders gesichert sind (Art. 143-143bis StGB).

 

Die geltenden Vorschriften über die Anforderungen an die ordnungsgemässe Archivierung und die Sicherung maschinell lesbarer Unterlagen sowie die Verwendung elektronischer Daten zu Beweiszwecken entsprechen dem Stand der Technik der 90er Jahre. In der Zwischenzeit hat sich der Einsatz der Informatik zur Erfassung von Geschäftsvorfällen und Lebensvorgängen in vielfältiger Art und Weise verändert. Heute sind wir mit der Entstehung und Aufbewahrung gewaltiger Mengen elektronischer Daten über Geschäftsvorfälle und Lebensvorgänge sowie mit neuartigen Formen der Bedrohung für die Sicherheit archivierter Daten konfrontiert.

 

Die ISSS Zürcher Tagung 2016 soll auf diesem Hintergrund Hinweise zur Bewältigung der heutigen und künftigen Herausforderungen zur Einhaltung der grundlegenden Anforderungen an die ordnungsgemässe Aufbewahrung, die Sicherheit und den Nachweis der Integrität und Echtheit elektronisch gespeicherter Daten und deren Auffindung in einem unübersehbaren ”Datenhaufen“ liefern.

Beat Lehmann, lic. iur. Fürsprech, Acting Counsel, Alcan Holdings Switzerland AG, Vorstand ISSS, beat.lehmann(at)isss.ch


Teilnehmende

Die ISSS Zürcher Tagung 2016 richtet sich an Entscheidungsträger und Verantwortliche für die Informationssicherheit, die sich den wachsenden Herausforderungen an die Archivierung elektronischer Daten stellen müssen oder verstehen möchten, wie ihr Unternehmen technisch, juristisch und organisatorisch aufgestellt werden kann, um den steigenden regulatorischen Anforderungen zu genügen. Diese Tagung richtet sich gleichermassen an Vertreter aus dem Gesundheits-, Finanz- und Verwaltungswesen, an die herstellende und verarbeitende Industrie, KMUs, sowie an Beratungsunternehmen und Anbieter von Archivierungslösungen. Sie bietet somit eine exzellente Plattform, sich mit Kollegen, Experten, Anbietern, CIOs, CISOs und CROs verschiedener Anwendungsbereiche auszutauschen.


Anmeldung/Preise

Bitte melden Sie sich direkt online an unter www.isss.ch/veranstaltungen/2016/zuercher-tagung/anmeldung/.

Die Preise finden Sie im Anmeldeformular. Anmeldeschluss ist der 6. Juni 2016. Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt. Anmeldungen werden nach Datum des Eingangs berücksichtigt.


Programm für Mittwoch, 8. Juni 2016


Tagungsmoderation: 
Frank Heinzmann, IT Risk UBS AG, Vorstand ISSS




Kurzbeschreibung der Referate und Biographien

Prof. Dr. Niklaus Stettler, Leiter Schweizerisches Institut für Informationswissenschaft, HTW Chur, Fachhochschule Ostschweiz

Niklaus Stettler hat an der Universität Basel Geschichte und Soziologie studiert und mit der Promotion abgeschlossen. 10 Jahre arbeitete er im Schweizerischen Wirtschaftsarchiv. Seit 2003 ist er an der HTW Chur Professor für Records Management und Archivierung. Er leitet den Fachbereich Informationswissenschaft.

Keynote: Digitale Langzeitarchivierung – Risiken und Ausblick

Die Erhaltung von digitalen Objekten über lange Zeit ist beinahe zwingend mit Informationsverlust verbunden. Digitale Langzeitarchivierung ist der gezielte Umgang mit diesem, und muss sich daher am künftigen Informationsbedarf ausrichten. Nur, wer sind die künftigen NutzerInnen und welchen Bedarf haben diese? Langzeitarchivierung ist aufwändig. Es gilt diesen Aufwand so zu erbringen, dass die archivierten Objekte künftig einen möglichst grossen Nutzen bringen. Die Archivierung von Daten und Metadaten wird zunehmend wichtiger, werden als diejenige der Dokumente allein, da auf diese Weise ein echter Zusatznutzen bei der weiteren Verwendung erreicht werden kann.

Daniel Muster, dipl. Physiker Universität Bern, NDS ETHZ in Informationstechnologie, it-rm IT-Riskmanagement GmbH

Autor des Buches „Digitale Unterschriften und PKI“, welches vom Deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) empfohlen wird. Langjähriger Dozent, u.a. ehemals bei der Schweizerischen Treuhandkammer, an den Fachhochschulen Luzern und Zürich, Mitwirkung bei Fachgremien wie eCH.

Archivierung elektronisch signierter Dokumente - Bestehende Vorschriften des Bundes und Tücken bei der Umsetzung

In welchen Bundesvorschriften die elektronische Signatur Einzug gehalten hat, wird kurz vorgestellt. Dabei wird exemplarisch aufgezeigt, wo Begriffe verwendet werden, welche zu Missverständnissen führen können. Wie digital signierte Dokumente zu archivieren sind, damit die Beweiskraft der dazu gehörenden Signatur anerkannt bleibt, ist jedoch noch nicht geregelt. Es werden alltägliche Ereignisse präsentiert, aufgrund derer die Gültigkeit der Signatur später berechtigt angezweifelt werden kann. Lösungsvorschläge, wie elektronisch signierte Dokumente gesichert archiviert werden können, bestehen, sollten aber zwecks Rechtssicherheit und Wirtschaftlichkeit in einer Bundesvorschrift festgehalten sein.

Dr. Daniel Burgwinkel, Partner, Kompetenzzentrum Records Management GmbH

Dr. Daniel Burgwinkel ist Partner im Kompetenzzentrum Records Management und berät in den Bereichen Compliance und rechtskonforme Archivierung. Er hat an der Universität St. Gallen zum Thema digitale Verträge promoviert und ist aktiv in Blockchain/Smart Contract Projekten involviert.

Blockchain-Technologie als neuer Ansatz für das Record Management – Potential und Grenzen im Vergleich zur konventionellen elektronischen Archivierung

Insbesondere in der Finanzindustrie wird intensiv über den Einsatz von Blockchain-Technologie zur Speicherung und Archivierung von Transaktionen diskutiert. Mit dem Begriff Blockchain wird ein technisches Konzept bezeichnet, welches Daten nicht in einer zentralen Datenbank, sondern verteilt auf den Systemen der Nutzer mithilfe von kryptographischer Verschlüsselung speichert. Verschiedene Studien (u.a. vom World Economic Forum) prognostizieren, dass diese neue Form der Datenspeicherung auch einen wesentlichen Einfluss auf eHealth und eGovernment haben wird. Erste Piloten zur Speicherung von geschäftsrelevanten Daten werden in 2016 durchgeführt. Der Vortrag zeigt die Potentiale und Einschränkungen dieser neuen Form der Datenspeicherung im Vergleich zur konventionellen elektronischen Archivierung auf.

Peter Höpli, Senior Consultant Crime and Fraud Management, Unisys (Schweiz) GmbH

Seit 1998 im Polizeiumfeld tätig, in den letzten Jahren mit Schwerpunkt in der Kriminalanalyse. Die wachsenden Daten wie Text-, Video- und Bild- Dateien, diese zusammenzuführen und in einer vernünftigen Zeitspanne zu analysieren, dieser Herausforderung stellt sich unser Team gern.

Renato Schmid, Consultant, Unisys (Schweiz) GmbH

Renato Schmid ist seit über 20 Jahren als Berater im Polizeiumfeld tätig. Zusätzlich zu den von Unisys entwickelten Polizeilösungen beschäftigt er sich vor allem mit Datenbanken und den verschiedenen Möglichkeiten der Datenanalyse.

Watson Content Analytics – Textanalyse bei grossen Mengen unstrukturierter Archivdaten

Dass Computer, Smartphones und andere Medien sichergestellt werden, gehört heute bei polizeilichen Ermittlungen zum Standardvorgehen. Allein in den letzten acht Jahren sind die Datenbestände bei der Kantonspolizei Zürich von rund 9 auf über 720 Terabyte angewachsen. Der grösste Teil der Daten liegt in unstrukturierter Form vor, was die Analyse extrem aufwändig macht. Mit IBM Watson Content Analytics kann nun ein grosser Teil dieser Arbeit automatisiert werden. Der Vortrag zeigt, was die Software kann und wo die Einsatzmöglichkeiten liegen.

Brigitte Roth-Grüter, Principal Consultant für Information Management, IBM GTS / System Services

Brigitte Roth führt bei IBM ein Team von Beratern, die in ECM-, Archivierungs- und Decommissioning-Projekten Kunden aus allen Branchen unterstützen. Brigitte Roth hat rund 15 Jahre Erfahrung im Bereich IM / ECM, wo sie Projekte von Strategie- und Konzeptmandaten bis zu Implementierungsprojekten führt und begleitet.

Revisionssichere Lösungsarchitektur – wie werden die Compliance Anforderungen in einer Lösungsarchitektur abgebildet?

Ausgehend von den Grundsätzen der revisionssicheren Archivierung wird aufgezeigt, welche Auswirkungen diese auf die Lösungsarchitektur für ein elektronisches Archiv haben. Die Lösungsarchitektur wird in verschiedene Komponenten zerlegt, die jeweils für sich betrachtet einen Beitrag zur Compliance leisten müssen aber nur als Gesamtsystem als revisionssicher gelten. Dabei werden sowohl die Applikations- wie auch die Infrastruktur-Ebenen betrachtet. Die aufgezeigten Erkenntnisse werden auf ein konkretes Projektbeispiel angewendet. Damit wird aufgezeigt, welche Kundenanforderungen aus dem Bereich Revisionssicherheit in die konkrete logische Lösungsarchitektur überführt wurden.

Andreas Rohr, Head of Information Management, Swisscom (Schweiz) AG – Enterprise Customers

Seit 2009 als Head of Information Management bei Swisscom (Schweiz) AG – Enterprise Customers u.a. verantwortlich für Archivierung und ECM-Lösungen aus Sicht Consulting und mehr als 15 Jahre Erfahrung im Bereich digitaler Archivierung.

Digitale Langzeitarchivierung in der Cloud

Müssen digitale Lösungen für Langzeitarchivierung zwingend als kostspielige „On Premise“ Lösungen betrieben werden? Cloud-Lösungen bieten kostengünstige Alternativen. Ein Einblick in Funktionen, Vor- und Nachteile, Sicherheitsaspekte wie auch Abdeckung gesetzlicher Anforderungen in der Praxis.

Christian Hug, Senior Manager, PwC Schweiz AG

Christian Hug ist ein Experte im Bereich der IT-Governance, Informationsverwaltung, elektronische Datenverarbeitung und Archivierung. Er besitzt mehrere Jahre Erfahrung in der Durchführung und Leitung von nationalen und internationalen Projekten im Bereich Information Governance.

Raphael Hasler, Assistant Manager, PwC Schweiz AG

Raphael Hasler ist ein Experte im Bereich der elektronischen Archivierung und im Umgang mit Geschäftsinformationen. Er besitzt einen Abschluss als Informationswissenschaftler mit Vertiefung Informations- und Records Management.

Steigerung der Effizienz durch bewussten Umgang mit Geschäftsinformationen

Im Rahmen unserer Präsentation zeigen wir, wie sich der bewusste und sichere Umgang mit wertvollen Geschäftsinformationen positiv auf die Organisation auswirkt. Dabei gehen wir insbesondere auf die Entwicklung und Perspektive im Rahmen der Archivierung von Geschäftsinformationen ein. Anhand von Beispielen aus aktuellen Projekten erläutern wir Problemstellungen, Herausforderungen und wie gesetzliche Grundlagen innerhalb des erlaubten Spielraumes zu interpretieren sind. Abschliessend zeigen wir wie Risiken und Pflichten mittels effizienter Lösungsvarianten adressiert werden können. Für Organisationen geht es heute um weit mehr als konforme Archivierung, es geht darum, den Wert von archivierten Informationen zu nutzen.

Dr. Tobias Christen, CEO, Dswiss / SecureSafe

Dr. Tobias Christen verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Software-Entwicklung. Vor der Mitbegründung des Online-Speichers Secure Safe war er für die Entwicklung der Sicherheitsarchitektur einer grossen internationalen Versicherungsgesellschaft verantwortlich und als technologischer Leiter eines Unternehmens für IT-Sicherheitsprodukte tätig.

Archivierung mit Privacy Protection

Der Lebenszyklus von Dokumenten und Projektunterlagen endet meist im Archiv des Unternehmens. Ab diesem Moment gelten neue und strikte Zugriffsrechte. Grund dafür sind die gesetzlichen Bestimmungen und die internen Vorgaben, welche die Nichtveränderbarkeit und die Aufbewahrungspflichten der Daten festlegen. Da das Archiv typischerweise die wichtigsten Daten eines Unternehmens beinhaltet, muss auch der Datenschutz (Privacy Protection) gewährleistet sein: Der Zugriff soll so geregelt sein, dass nur der Data-Owner die Daten einsehen kann – der Betreiber des Archivs jedoch nicht. Wie lässt sich diese Vorgabe mit den typischen Anforderungen im Bereich Volltext-Suche und Mobile-Access in Einklang bringen?

Robbert Spierings, Managing Director, Arcplace AG

Vor der Gründung der Arcplace war Robbert Spierings in der Geschäftsleitung der IT-Sicherheitsfirma Celeris tätig. Davor war er Geschäftsführer eines Start-Ups im Bereich Mobile Kommunikation, Leiter des Produktmanagement bei MCI WorldCom in Zürich und Leiter einer Produktlinie bei Nortel Networks in Paris. Er machte seinen Abschluss an der ETH in Lausanne und erhielt seinen Executive MBA am Ashridge Management College in Berkhamsted, UK.

Sichere Archivierung von E-Dossiers – Beispiele aus der Praxis

Unternehmen verwalten heutzutage eine Vielzahl von Dokumenten in einer sogenannten Dossier-Struktur. Diese Tatsache ist unabhängig von der Grösse oder Branche und gute Beispiele für Dossiers sind Personaldossiers, Kundendossiers, Liegenschaftsdossiers, Projektdossiers oder Studierendendossiers. Im digitalen Zeitalter besteht die Herausforderung darin, solche Dossiers elektronisch in sogenannten E-Dossiers zu verwalten und sicher zu archivieren. Das Referat zeigt auf, welche technischen Umsetzungsvarianten als Service oder In-house Lösung erfolgsversprechend sind. Darüber hinaus wird vorgestellt, wie den vielfältigen Benutzer-Anforderungen sowie den Themen Aufbewahrungszeiten und Revisionssicherheit Rechnung getragen wird.

Klemens Berger, Direktor, Fabasoft Schweiz AG

Herr Berger ist seit 2004 als Direktor Fabasoft Schweiz AG zuständig für das Schweizer Geschäft des österreichischen Fabasoft Konzerns. Er verfügt über 30 Jahre IT Erfahrung in Unternehmen wie Sulzer, SAS Institute, Bedag, Thales, EMC und Fabasoft. Verein eCH: Fachgruppen Records Management und Cloud Computing.

Andreas Dangl, Geschäftsführer, Fabasoft Cloud GmbH

Herr Dangl ist seit 1990 bei Fabasoft im Hauptsitz in Linz, Österreich tätig. Als ausgebildeter Informatiker leitete er über viele Jahre die Softwareproduktentwicklung bei Fabasoft. In seiner aktuellen Position als Geschäftsführer der Fabasoft Cloud GmbH verantwortet er das weltweite Cloud-Geschäft des Konzerns.

«Sync & Share» in der Cloud und die gesetzeskonforme Archivierung

Software as a Service (SaaS)-Angebote werden auch in der Schweiz zunehmend genutzt, um geschäftsrelevante Informationen einfach, rasch und mobil nutzen und mit Geschäftspartnern und Kunden austauschen zu können. Im Anwendungsbereich „Enterprise File Sync & Share“, welcher die Datensynchronisation in die Cloud und den Datenaustausch über Organisations- und Ländergrenzen hinweg ermöglicht, bietet Fabasoft als europäischer Konzern seinen Kunden eine sichere und erprobte Plattform sowohl einer Public- als auch einer Private Cloud an. Das Referat bietet eine Live-Präsentation konkreter Anwendungsbeispiele für die Implementierung eines digitalen Business-Netzwerks, mit dem Sie eine unternehmens- und länderübergreifende Zusammenarbeit in der Cloud geschafft werden kann. Darüber hinaus beleuchten die Referenten insbesondere die Aspekte der regelkonformen Archivierung im Zusammenhang mit Cloud-Services.

Thomas Liechti, CEO, MOUNT10 AG

Als Geschäftsführer der MOUNT10 AG, verantwortet Thomas Liechti die strategische Ausrichtung der Firma. Mit über 20 Jahren Erfahrung bei Ascom und Cisco verfügt er über breite Erfahrung im Bereich der Kundenbetreuung im Enterprise, Government sowie im Serviceproviderbereich. Als Hardware- und Softwareentwickler verfügt er auch über das technische Grundwissen, die es in der IT braucht, um die komplexen Systeme von heute zu überschauen. Die Zusatzausbildungen an der IMD und ISEAT runden sein Profil ab.

Moderne Langzeit-Datenhaltung, deren sicherheitstechnische Herausforderungen und Zusatznutzen

Die moderne Gewaltentrennung bei der Datenhaltung bringt einige prozesstechnische Herausforderungen mit sich. Langzeitdatenhaltung muss einerseits hohen regulatorischen und Sicherheitstechnischen Standards genügen, sowie andererseits einfache Wiederherstellungs- und Zugriffsmöglichkeiten bieten. Mount10 hat 20 Jahre Erfahrung im Bereich der hochsicheren Aufbewahrung von physischen sowie elektronischen Informationen in zwei hochsicheren Datacenter-Festungen in den Schweizer Alpen. In unserem Vortrag werden wir einige erfolgreiche Archivierungslösungen an Praxisbeispielen erläutern.

Wir danken unseren Medienpartnern

 


Anreise





Adresse
Widder Hotel, Augustinergasse 24, 8001 Zürich

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Der Hauptbahnhof Zürich liegt nur 650 m vom Widder Hotel entfernt. Zu Fuss folgen Sie rund 500 m der Bahnhofstrasse und biegen dann links in die Augustinergasse ein, wo sich linkerhand der Zugang zum Tagungslokal befindet. Alternativ können Sie auch das Tram (6, 7, 11 oder 13) bis zur Haltestelle ”Rennweg-Augustinergasse“ nehmen.

Mit dem Auto
Das Widder Hotel liegt in einer verkehrsberuhigten Zone. Die Zufahrt ist nur sehr beschränkt erlaubt. Gerne können Sie Ihr Auto beim Parkhaus Urania parkieren, welches 6 Minute Fussweg vom Widder Hotel entfernt ist.