Information Security Society Switzerland (ISSS)
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ISSS Security Lunch

"Internet der Dinge - Was Anbieter und Anwender wissen müssen - Sicherheit - Haftung - Datenschutz – Versicherung"

Dieser Anlass ist ein ISSS Security Lunch mit Vortrag und Mittagessen.

Datum: 02. März 2016, 12:00-14:00 Uhr
Ort: Zunfthaus zur Schneidern, Stüssihofstatt 3, 8001 Zürich
Anmeldeschluss: 02. März 2016, 12.00 Uhr
 
Kosten: Der Unkostenbeitrag für den Security Lunch beträgt CHF 55.- (inklusive 2-Gang Menü, Mineralwasser, 1 Kaffee oder Tee). Dieser Betrag wird Ihnen nach dem Security Lunch in Rechnung gestellt werden, zahlbar innert 10 Tagen.
 
Referent: Beat Lehmann, lic.iur. Fürsprech, Acting Counsel Alcan Holdings Switzerland AG
 
Slides: werden gegebenenfalls nach der Veranstaltung in der Member Area verlinkt
Video: wird gegebenenfalls nach der Veranstaltung in der Member Area verlinkt


Kurzbeschreibung:

Technische Entwicklungen wie das Internet, Smartphones, Cloud oder Big Data haben regelmässig neue juristische Fragestellungen ausgelöst. Das betrifft auch das Internet der Dinge. Dieses ist aus juristischer Sicht dadurch gekennzeichnet, dass körperliche Gegenstände, d.h. Geräte und Anlagen aus unserer täglichen Umgebung, aber auch in der industriellen Produktion, im Bereich von Transport und Logistik, Verkehrsleitung und Energieversorgung, aber z.B. auch in der Medizin, durch eingebaute (“embedded“), miniaturisierte Sensoren (z.B. “RFID“), programmierbare Prozessoren und Kommunikationsmittel mit elektronischer Intelligenz ausgestattet werden. Dadurch sind sie in der Lage, selbsttätig bestimmte physische Vorgänge zu steuern, wobei die Möglichkeit besteht, über das Internet diese Steuerungsvorgänge durch den Menschen oder andere intelligente Geräte zu beeinflussen bzw. den Zustand der intelligenten Dinge zu erfassen, zu übermitteln und auszuwerten.

Folgende rechtliche Herausforderungen stellen sich:

  • Durch den Einbau der Elektronik in physische Gegenstände entsteht das Risiko, dass Menschen durch fehlerhafte Programmierung körperlich geschädigt werden: Die Anbieter von Gegenständen mit eingebauter Intelligenz unterliegen daher wohl der Produktehaftung und damit der Pflicht der Hersteller zur Gewährleistung integrierter Sicherheit, Bereitschaft für Rückrufaktionen, Gestaltung von Warnhinweisen und Gebrauchsanleitungen für die Anwender.
  • Der spektakuläre Fall der Beeinflussung der elektronischen Fahrthilfen verschiedener Fiat-Chrysler Modelle hat zum Rückruf von 1.4 Mio Fahrzeugen zwecks Einbau von Mitteln zur Gewährleistung der IT Sicherheit, einem Milliardenaufwand des betroffenen Konzerns, Sammelklagen von Fahrzeughaltern und Einschreiten der Regulierungsbehörden geführt.
  • Verbunden mit diesen Risiken stellt sich die Frage des Versicherungsschutzes für Hersteller, Anbieter und Anwender von Geräten und Anlagen mit integrierter Intelligenz.
  • Weil intelligente Dinge in der Lage sind, über das Internet Daten zu senden und zu empfangen, erscheinen sie als besonders geeignetes Portal für die Infizierung von Netzwerken und verteilten Systemen mit Schadsoftware.
  • Die versuchte Überlistung der US Kontrollbehörden durch den VW Konzern zeigt, dass das Internet der Dinge auch Möglichkeiten für rechtswidrige Handlungen (z.B. Beeinflussung von Messergebnissen) bietet, mit schwerwiegenden Folgen für die Urheber, das betreffende Unternehmen und ganze Wirtschaftszweige.
  • Durch den Austausch von Daten zwischen intelligenten Gegenständen und die mit ihnen in Kontakt stehenden Menschen können unbemerkt Informationen über Eigenschaften, Tätigkeit und Verhalten der betroffenen Personen gewonnen und ausgewertet werden, eine Herausforderung für den Persönlichkeits- und Datenschutz.
  • Im Bereich des Immaterialgüterrechts steht die Frage des Schutzes der in die Entwicklung intelligenter Dinge vorgenommenen Investitionen im Vordergrund.


Diese Übersicht zeigt, dass das Internet der Dinge grosse Verheissungen für die Weiterentwicklung der Informationsgesellschaft bietet, andererseits mit zahlreichen technischen, regulatorischen und rechtlichen Risiken verbunden ist. Dieser Security Lunch bietet Gelegenheit, sich mit dieser Entwicklung zu befassen und in der Diskussion mit den Teilnehmenden Ansätze für die Bewältigung der Herausforderungen zu entwickeln.

Biografische Angaben zum Referenten

 

Beat Lehmann, lic.iur. Fürsprech, Acting Counsel Alcan Holdings Switzerland AG
Beat Lehmann, Mitglied des ISSS Vorstandes, war nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit als Rechtskonsulent der IBM in Zürich und Paris im Konzernstab Recht der Alusuisse-Lonza Grup-pe und deren Nachfolge-Organisationen tätig. Er hat sich in dieser Eigenschaft, aber auch als Inhaber von Lehraufträgen und Mitglied von Fachkommissionen im Bereich Daten- und Soft-wareschutz, IT Vertragsgestaltung, Informatiksicherheit und Computer-Strafrecht umfassend mit den praktischen Herausforderungen der Informatik an das Recht beschäftigt.

Ort:
Zunfthaus zur Schneidern
Stüssihofstatt 3
CH-8001 Zürich
Karte


Erreichbarkeit:
Das Zunfthaus zur Schneidern liegt im Herzen von Zürich.  Sie erreichen es mit den Tramlinien 4 oder 15 bis Haltestelle Rathaus.

Falls Sie mit Ihrem Personenwagen anreisen empfehlen wir Ihnen das öffentliche Parkhaus Urania in der Uraniastrasse 3 oder das Parkhaus Hohe Promenade zu benutzen. Das Zunfthaus zur Schneidern hat keine hauseigenen Parkplätze.


Preis:
Der Unkostenbeitrag für den Security Lunch beträgt CHF 55.- (inklusive 2-Gang Menü, Mineralwasser, 1 Kaffee oder Tee). Dieser Betrag wird Ihnen nach dem Security Lunch in Rechnung gestellt werden, zahlbar innert 10 Tagen.

Eine Abmeldung kann ohne Kostenfolge bis 3 Arbeitstage vor dem Anlass (bis 12:00 Uhr) erfolgen. Bei einer späteren Abmeldung oder bei Nichterscheinen ohne Abmeldung wird der volle Betrag in Rechnung gestellt.


Menu:
Menu 1 = Fleisch
Menu 2 = Vegetarisch


Anmeldeformular: